Das Unternehmen stellt Betriebssysteme und Anwendungsprogramme
sowie seit geraumer Zeit Mäuse, Joysticks (die Weiterentwicklung
von Sidewinder Gamepads und Joysticks wurde eingestellt), Tastaturen
und andere Eingabegeräte her. Weiterhin ist Microsoft Ende
2001 mit der Xbox ins Spielekonsolengeschäft eingestiegen
und versucht im Moment (2002) im Mobilfunkmarkt mit einem neuen
Betriebssystem Fuß zu fassen.
Von dem heutigen Hauptprodukt des Konzerns, Microsoft Windows,
gab es bis 2002 zwei Linien: Zum einen die auf MS-DOS beruhenden
Systeme (Windows 1 bis Windows 3.0, Windows 3.1, Windows 3.11
für Workgroups, Windows 95 erstmalig mit Startmenü und
Desktop, Windows 98, Windows ME) und zum Anderen die so genannte
NT-Schiene (New Technology). Diese begann mit Windows NT in den
Versionen 3.1, 3.5, 3.51 und 4.0. Einige Zeit später folgten
dann Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003. Nachdem
nun auch langsam die PC's einzug in das Wohnzimmer nehmen, hat
Microsoft seit neuem das Betriebssystem Windows XP Media Center
Edition (Windows MCE) entwickelt. So das ein normaler PC zum Media
Center umfunktioniert werden kann (natürlich nur mit entsprechender
Hardware).
Die bekanntesten Anwendungsprogramme von Microsoft sind
• Microsoft Word (Textverarbeitung)
• Microsoft Excel (Tabellenkalkulation)
• Microsoft Access (Datenbankverwaltungssystem)
• Microsoft Outlook (E-Mail-Programm)
• Microsoft PowerPoint (Präsentationsprogramm)
• Microsoft Internet Explorer (Web-Browser)
• Microsoft Project (Projektverwaltung)
Microsoft Word, Excel, Access, Outlook, PowerPoint sowie Project
werden zusammen als Office-Paket (neuste Versionen sind Microsoft
Office 2003 für Windows-PCs und Microsoft Office 2004 für
Mac) in verschiedenen Editionen (Standard, Professional, Enterprise,
Schüler und Small Business) verkauft. Der Internet Explorer
ist seit Windows 95 Bestandteil des Betriebssystems und kann nicht
deinstalliert werden, sondern lediglich seit Windows 2000 Service
Pack 4 und Windows XP Service Pack 1 "Deaktiviert" werden.
Diese Programme sind repräsentativ für eine wichtige
Klasse von Programmen, die im betrieblichen Büroalltag eingesetzt
werden.
Einige bekannte Serverprodukte von Microsoft sind:
• Microsoft Exchange Server (E-Mail & Groupware Server)
• Microsoft SQL Server (Datenbankserver)
• Microsoft Internet Security and Acceleration Server (Firewall
& Proxy)
• Microsoft Internet Information Services (HTTP, FTP und
SMTP Server)
Microsoft besitzt eine große Entwicklungsabteilung, die
eine Reihe von Technologien entwickelt hat. Stärken liegen
hier etwa im Bereich Benutzerfreundlichkeit von neueren Betriebssystemen,
aber auch bei grundlegend neuen Ansätzen der Programmierung
und Vernetzung von Computer-Diensten und der Kommunikation zwischen
ihnen. Zu nennen sind hier z.B.
• Distributed Component Object Model (DCOM)
• .NET
Microsoft verfolgt hier konsequente Strategien, indem komplexe
Technologien angekündigt, entwickelt und dann mit verschiedenem
Erfolg auch auf den Markt gebracht werden. Dabei sind häufig
Software-Entwickler die Zielgruppe, denen neue Werkzeuge für
die Anwendungs-Entwicklung in die Hände gegeben und so die
neuen Technologien schmackhaft gemacht werden.
Im März 2004 erregte Microsoft großes Aufsehen, als
es mit Windows Installer XML sein erstes OpenSource-Projekt veröffentlichte.
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