Bei der Einführung neuer Intel-Prozessoren
wurde von Intel immer darauf geachtet, dass die Prozessoren ihre
Arbeit in einem Modus verrichten, der sich kompatibel zu einem
8088-/8086-Prozessor verhält. Dieser Modus wird Realmode
genannt und ist auch noch bei aktuellen Pentium-4 Prozessoren
enthalten.
Im Realmode kann maximal 1MB des Arbeitsspeichers verwendet werden.
Durch die Aufteilung des Arbeitsspeichers in Speicher für
das Betriebssystem und Speicher für Hardwarekomponenten sowie
das BIOS, steht MS-DOS und den unter MS-DOS laufenden Applikationen
ein maximaler Hauptspeicher von 640kB zur Verfügung. Diese
Beschränkung des Arbeitsspeichers wurde im Laufe der Zeit
immer mehr zu einer problematischen Hürde, die mittels eines
aufwändigen Speichermanagements, beginnend mit der Version
5, teilweise aufgehoben wurde.
Auch die Verwaltung von immer größer werdenden Festplatten
führte MS-DOS immer wieder an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit.
Die maximal unterstützte Kapazität von Festplatten musste
bei jeder neuen Version des Betriebssystems erhöht werden.
Problematisch war auch das für Disketten entwickelte FAT-Dateisystem
(FAT12). Dieses war für Disketten mit einer anfänglichen
Kapazität von 360kB entwickelt worden und war für die
Verwaltung von Festplatten ungeeignet. Später wurde zwar
immer wieder die maximale Kapazität der Datenträger
erhöht (FAT16), unter Windows 95 (MS-DOS 7) lange Dateinamen
unterstützt und unter Windows 95 B(MS-DOS 7.10) das neue
Dateisystem FAT32 unterstützt. Die strukturellen Probleme
wurden allerdings bis zum Ende der MS-DOS-Ära mit MS-DOS
8.0 (Windows ME) nie beseitigt. Dies führte dazu, dass MS-DOS
in seiner gesamten Geschichte nie die kompletten Datenträger
richtig verwenden konnte.
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