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LAN-Internet-Anbindung mit ISDN-RouterPreiswerte Router bieten die Möglichkeit, alle Rechner in einem lokalen Netzwerk mit dem Internet zu verbinden, ohne daß einer von ihnen mit Modem oder ISDN-Karte ausgestattet werden müßte. Denn die Schnittstelle zum Telefonnetz stellt der Router zur Verfügung. In dieser Funktion nimmt er alle Datenpakete aus dem lokalen Netz an, die nicht an einen Rechner in diesem Netz gerichtet sind. Besteht noch keine Verbindung, wählt der Router den Provider an, übergibt automatisch Benutzername und Paßwort und reicht nach der erfolgreichen Aktivierung der Verbindung das Datenpaket zum Transport an den Provider weiter, von wo es ins Internet gelangt. Der Verbindungsaufbau eines Routers muß nicht zwangsweise auf einen bestimmten Service-Provider oder ein einziges Anschlußnetz beschränkt werden. Die Entscheidung, wer anzuwählen ist, kann der Router auch fallweise anhand der Zieladresse treffen. Entscheidend ist hierbei die "Routing-Tabelle". Darin ist vermerkt, für welche Gruppen von Netzwerken welcher Weg nach außen gesucht werden soll.
Zur Erinnerung: Jeder Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, braucht
bekanntermaßen eine IP-Adresse. Es wurden jedoch bestimmte private Adressbereiche
lokale Netze vorgesehen, die nur innerhalb dieses Netzes Gültigkeit haben und damit
auch beliebig oft verwendet werden dürfen. Im Internet tauchen diese
Adressen nicht auf. Ein Computer in einem lokalen Netz hat also beispielsweise
die IP-Adresse 10.0.0.5 und ist innerhalb des LANs so eindeutig identifizierbar.
Dieselbe Adresse gibt es aber in zigtausend anderen LANs auch. Baut ein PC per
Modem oder ISDN eine Verbindung zum Internet auf, so bekommt er in der Regel
vom Einwahlsystem des Providers eine öffentliche IP-Adresse zugewiesen, die er
nur für die Kommunikation im Internet nutzt, während er im LAN gleichzeitig
seine private Adresse behält.
Obwohl diese drei Techniken sich ein wenig voneinander unterscheiden, wird in der Regel immer nur von NAT gesprochen, auch wenn etwa IP-Masquerading gemeint ist. NAT bietet:
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InternetverbindungsfreigabeDer preiswerteste Weg, ein ein ganzes LAN ins Internet zu bringen, is tbereits in den neueren Windows-Versionen (98SE, ME, 2000) enthalten: die Internetverbindungsfreigabe (Internet Connection Sharing, ICS). Dabei handelt es sich um ein Modul, das sich vornehmlich um das IP-Masquerading kümmert, also um die Umsetzung interner LAN-IP-Adressen auf eine öffentliche, die vom Provider zugewiesen wurde. Voraussetzung ist, daß bereits ein DFÜ-Netzwerkeintrag mit einer Internet-Verbindung existiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Verbindung per Modem, ISDN oder ADSL (respektive T-DSL) erfolgt.
Nun werden die DFÜ-Clients eingerichtet:
Wenn Sie mit fest vergebenen IP-Adressen, lohnt sich eine weitere AKtion. Legen Sie per Editor (Notepad, nicht Word) eine Textdatei an, in der Sie die Namen und IP-Adressen aller Rechner im Netz nach folgenden Schema (Rechnername IP-Adresse) auflisten:
bigboss 10.0.0.1
sully 10.0.0.2
mike10.0.0.3
...
Diese Datei speichern Sie unter dem Namen C:\WINDOWS\HOSTS ab. Kopieren Sie
jetzt diese Datei in das Windows-Verzeichnis aller PCs im Netz; sie verhindert, daß bei
einer lokalen Anfrage an einen Rechner im LAN der DNS-Server bemüht wird,
was unnötige Internet-Verbindungen zur Folge haben könnte.
Hardware-RouterDie eleganteste Lösung zur Anbindung kleinerer LANs ist der Einsatz eines Hardware-Routers. ALs Beispiel wird hierdas Lancom-Modell von Elsa verwendet. Ein Hardware-Router ist ein kleiner Rechner im Format eines größeren Modems mit Netzwerkanschluss und eingebauter Einwähl-Schnittstelle zum Internet. Bei ISDN-Routern entspricht Letztere einer internen ISDN-Karte, bei ADSL-Routern einem Ethernet-Port zum vorhandenen ADSL-Modem. In der Funktionsweise entspricht ein ISDN-Router also etwa einem PC mit Netzwerkanschluss, ISDN-Karte, Gateway- und Firewall-Software. Die Vorteile sind klar - kompakte Abmessungen, im Vergleich zum PC geringer Stromverbrauch und keinerlei Lärmentwicklung. Der Router wird als Komponente ins Netzwerk eingefügt - normalerweise per Twisted-Pair-Kabel am Hub oder Switch. Das folgende Beispiel zeigt das Vorgehen beim Lancom 1000 Office von Elsa. Die ersten Schritte sind einfach: Steckernetzteil anschließen, ISDN-Kabel in den NTBA oder die S0-Steckdose der ISDN-Telefonanlage, Ethernet-Kabel in einen freien Port des Netzwerk-Hubs/Switches einstecken und einschalten. Die Konfiguration des Lancom 1000 kann per Telnet, WWW-Browser im LAN, von außen per DFÜ-Zugriff oder per Windows-Konfigurationsprogramm erreichen. Letzteres wird von der mitgelieferten CD auf einem beliebigen PC im LAN installiert.
Starten Sie die Konfigurationssoftware und warten Sie ein paar Sekunden, bis der
Router im Netz gefunden wurde. Per Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag
öffnet sich der Konfigurationsdialog. Für die einzelnen Einstellungsbereiche wie
Management, TCP/IP oder Kommunikation gibt es am oberen Rand eine Auswahlliste.
In jedem Bereich existieren eigene Registerkarten.
![]() Danach sind noch dieEinwahl-Einstellungen nötig (Provider-Telefonnummer, automatisches Auflegen nach bestimmter Inaktivität). Sie finden die zugehörigen Daten unter Kommunikation/Gegenstellen/Namensliste Markieren Sie den entsprechenden Eintrag und klicken Sie auf Bearbeiten. Unter Kommunikation/Protokolle/PPP-Liste tragen SIe Ihren Usernamen und Ihr Passwort für die Einwahl beim Provider ein. Nun sollte eine automatische Verbindung zum Provider möglich sein.
![]() Die Konfigurationssoftware des Lancom-Routers bietet viele Einstellungen. Elsa liefert entsprechend die tiefergehende und sehr gute technische Online-Dokumentation in einer separaten Datei und ein umfangreiches Handbuch mit. Wichtig ist auf alle Fälle die Zugangsbegrenzung der Konfigurationsmöglichkeiten. Vor allem der Zugriff von außen sollte komplett gesperrt oder wenigstens mit einem Passwort versehen werden. Wählen Sie den Bereich Management und klicken Sie auf Security. Begrenzen Sie den Konfigurationszugriff, indem Sie unter Von entfernten Netzen auf Nicht erlaubt umstellen. Auch ein Konfigurations-Passwort sollten Sie setzen. Für den Internetzugang sind auf den Clients exakt die gleichen Einstellungen zu treffen wie bei der Internetverbindungsfreigabe von Windows 98 SE, ME oder 2000.
Gebührenfalle Online-ZeitFehlersuche tut not, wenn der Router immer wieder eine Verbindung ins Netz aufbaut und somit Gebühren anfallen, obwohl keiner der Netzanwender explizit eine Internet-Anwendung gestartet hat. Denn im Gegensatz zum DFÜ-Netzwerk von Windows 95/98 kann ein Router von seiner Auslegung her nicht jedesmal nachfragen, ob die gewünschte Verbindung auch tatsächlich aufgebaut werden soll. Erhält er aus dem lokalen Netz IP-Datenpakete, die er glaubt, ins Internet befördern zu müssen, dann tut er das einfach. Ein falsch konfigurierter Router kann sich dadurch als echte Gebührenfalle entpuppen, vor allem, wenn man ihn nicht dauernd im Auge hat und gar nicht mitbekommt, wie oft und wie lange er online ist. Die meisten Router bieten jedoch ein einfaches Mittel dagegen: Sie besitzen einen Gebührenzähler, für den sich ein frei wählbares Limit an Einheiten für einen Tag oder eine Woche einstellen läßt. Darüber hinaus geht dann nichts mehr. Voraussetzung ist jedoch, daß am Anschluß die Gebühren-Übermittlung aktiviert ist.
Baut der Router immer wieder scheinbar grundlos eine Verbindung ins Internet
auf, kann eine Reihe von Ursachen dafür verantwortlich sein. Relativ einfach
zu entdecken sind Mail-Programme, die jede halbe oder ganze Stunde
neue Post aus dem Postfach des Anwenders abholen und dafür online gehen.
Eine andere Quelle ist das Öffnen zuvor gespeicherter HTML-Dokumente von der
Festplatte. Wird darin auf Grafiken, Applets oder andere Elemente mit einer
absoluten URL (z. B. "http://www.netzmafia.de/gibtsnicht.gif") und nicht mit einer
relativen Dateiangabe (z. B. "bilder/gibtsnicht.gif") verwiesen,
versucht der Web-Browser sie über das Internet nachzuladen, wodurch der
Router automatisch online geht. Verhindern läßt sich das, indem man den
Browser in den Offline-Modus schaltet, was nicht nur bei allen gängigen Browsern,
sondern auch bei anderer Internet-Software möglich ist.
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