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Softwareverteilung

Softwareverteilung sind die Prozesse zur Verteilung von Software auf Anwender-PCs

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Übersicht


Bevor eine Software durch einen Anwender verwendet werden kann, muss sie auf einem Computersystem installiert sein und konfiguriert werden (dies gilt auch für das Betriebssystem des Computers). Bei Personal Computern (PC) muss die Software auf dem Computer des Anwenders installiert werden. Aber auch bei Anwendungen die auf Server Computern betrieben werden (z.B. Web Anwendung) ist je nach Anzahl der Server eine Softwareverteilung notwendig.
Viele Anwender verfügen nicht über die notwendigen Kenntnisse oder Berechtigungen, um Software-Applikationen selbst zu installieren. Daher ist es in (großen) Organisationen üblich, dass diese Aufgabe durch qualifizierte Mitarbeiter für die Anwender durchgeführt wird. Bei einer großen Anzahl von PCs und/oder Anwendungen ist der Aufwand hierfür sehr groß, so dass es notwendig wird, diese Tätigkeit zu automatisieren.
Die Softwareverteilung ist ein kritischer Prozess, da mit ihr auch die Installation sicherheitsrelevanter Applikationen (Virenscanner, Browser, Betriebssystemkorrekturen (Hotfixe)) erfolgt.

Zielsetzung der Softwareverteilung
Gesamtziel des Einsatz einer Softwareverteilung ist es, eine vollautomatische Erstintstallation, Konfiguration und Wartung einer großen Anzahl von Computer mit minimalem Aufwand zu realisieren. Weiterhin muss ein störungsarmer und sicherer Betrieb der betreuten Umgebung erreicht werden.
Dieses Ziel kann mit heute verfügbaren Systemen zur Softwareverteilung durchaus erfüllt werden. Es werden Umgebungen mit mehr als 10.000 Computern durch den Einsatz eines einzigen Administrators und weniger Server betrieben.


Rollen der Softwareverteilung


• Administrator: betreibt, pflegt und konfiguriert das System
• Anwender: erhält durch die Softwareverteilung benötigte Anwendungen automatische installiert und konfiguriert
• Softwarehersteller: liefert die Applikationen und das Setup Programm
• Paketierer: verpackt das Setup Programm der Applikation in ein Paket des Softwareverteilsystems
• Produktverantwortlicher: legt für eine Applikation die Konfiguration und die Art der Installation fest
• Support: unterstützt bei Störungen oder Problemen den Anwender. Erhält vom Administrator Informationen über die Konfiguration des Systems. Leitet Störungen nach Qualifikation zur Lösung an den Administrator weiter.
• Netzwerkbetreiber: betreibt das Netzwerk, auf dem die Softwareverteilung stattfindet. Ist bei kleinen Organisationen oftmals identisch mit dem Administrator. Bei großen Organisationen wird das Netzwerk fast immer unabhängig betrieben.
• Serverbetreiber: betreibt die notwendigen Server. Ist bei kleinen Organisationen oftmals identisch mit dem Administrator. Bei großen Organisationen werden Server meist unabhängig betrieben.

Komponenten der Softwareverteilung


• Netzwerk: dient zur Übertragung der Pakete und der Konfigurationsdaten. Wird auch verwendet, um die IST-Situation (Inventarisierung) an Server zurückzusenden
• Protokolle und Standards: standardisierte Verfahren mit denen Computer Daten austauschen können. Für die Softwareverteilung sind am wichtigsten BOOTP, PXE, IP, DHCP, HTTP, FTP, UNC, Multicast, LDAP,....
• Computer: erhält durch die Softwarverteilung das OS und die Anwendungen installiert. Wird durch die Softwarverteilung konfiguriert
• Paket: Sammlung von Dateien welche eine Appliakation automatitisiert installiert und konfiguriert. Dabei kann ein Paket auch mehrere Applikationen (z.B. alle notwendigen Hardware Treiber) enthalten. In der Regel werden alle notwendigen Dateien in ein komprimiertes Archiv zusammengepackt.
• Paketierungs Software: spezielles Progamme die dazu verwendet wird um ein Paket zu erstellen. Wird vom Paketierer verwendet.
• Konfigurations-Datenbank: speichert zentral alle Konfigurationsdaten des Systems ab.
• Konfigurations-Server: Ablageort der Konfigurationsdatenbank. Stellt Dienste zur Verfügung mit denen die Konfigurationsdaten den Computern zugänglich gemacht werden.
• Konfigurations-Software: spezielle Software zur Pflege der Konfigurationsdaten. Wegen der großen Datenmengen sind hier leistungsfähige Systeme notwendig.
• Paket Server: stellt die Paket über das Netzwerk zur Verfügung. Braucht eine sehr leistungsfähige Netzwerkanwendung Der Paketserver und der Konfigurationsserver sind u.U. der gleiche physiche Computer.
• Inventarisierung: System um die Daten der IST Umgebung zu erfassen. Ist sinnvollerweise in die Softwareverteilung integriert. Kann aber auch einzeln betrieben werden. Kann u.U. auch komplett entfallen (Kostenreduktion).




 
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