Atos bringt den ersten Supercomputer mit NVIDIA A100-Grafikprozessor auf den Markt

Paris, 15. Mai 2020 –

Atos, ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation, lanciert seinen neuen BullSequana X2415, der als erster Supercomputer in Europa mit dem NVIDIA A100 Tensor Core die NVIDIA Ampere Grafikprozessorarchitektur der nächsten Generation integriert. Das neue Supercomputer-Blade ermöglicht enorme Rechenleistung zur Steigerung der Anwendungs-Performance für HPC- und KI-Workloads und meistert damit die Herausforderungen der Exascale-Ära. Das BullSequana X2415-Blade erhöht die Rechenleistung um einen Faktor von mehr als 2* und optimiert den Energieverbrauch mithilfe der hocheffizienten, zu 100 Prozent wassergekühlten, patentierten DLC-Lösung (Direct Liquid Cooling) von Atos, die Warmwasser zur Kühlung der Maschine verwendet.

Das Forschungszentrum Jülich wird das neue Blade in sein Booster-Modul integrieren und seinen bestehenden Supercomputer JUWELS BullSequana erweitern – damit wird er das erste System weltweit, das diese neue Technologie nutzt. Der JUWELS-Booster wird Forschern in ganz Europa deutlich mehr Rechenressourcen zur Verfügung stellen. Zu den unterstützten Projekten zählen das Human Brain Project der Europäischen Kommission und die Jülicher Arbeitsgruppen für Klimawissenschaften und Molekulare Systeme. Sobald das verbesserte Supercomputer-System mit seiner ParTec-Software ParaStation Modulo in diesem Sommer voll einsatzbereit ist, erreicht es eine erwartete Spitzenleistung von mehr als 70 Petaflop/s. Diese Rechenpower macht das System zum leistungsstärksten Supercomputer in Europa und zu einem Vorzeigemodell für die europäische Exascale-Architektur.

„Durch die Integration der besten verfügbaren Technologien, einschließlich dieses neuen Blades von Atos mit NVIDIAs leistungsstarkem A100 Grafikprozessor in unseren Supercomputer, sind wir in der Lage, unsere Supercomputing-Leistung zu steigern. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, Wissenschaft und Industrie Exascale-Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre (JSC).

„Wir sind stolz, einer der ersten Supercomputerhersteller weltweit zu sein, der den Grafikprozessor NVIDIA A100 einsetzt, und Forschern weltweit die höchste Anwendungsleistung für ihre HPC- und KI-Arbeitslasten bieten zu können“, sagt Agnès Boudot, SVP, Head of HPC & Quantum bei Atos.„Wir freuen uns sehr, mit Jülich zusammenzuarbeiten, um seine Rechenleistung zu steigern und sein JUWELS-System zum leistungsstärksten Supercomputer in Europa zu machen.“

„Atos ist weltweit einer der Top-Player im High-End-Bereich des Servermarktes. Das Unternehmen ist der führende Anbieter von HPC-Systemen mit Sitz in Europa, was vor allem auf die Leistung seiner BullSequana-Systeme, sein starkes technologisches Know-how, seine Innovationskraft sowie seine Fähigkeit zur effektiven Verwaltung von weltweiten Großprojekten zurückzuführen ist. Das Unternehmen hat seine Präsenz in der TOP500-Rangliste über die letzten 5 Jahre verdoppelt, und sein Anteil am globalen Servermarkt nimmt weiter zu. Wir sehen Atos als einen der wichtigsten Hersteller von Supercomputern, der in den nächsten Jahren voraussichtlich von der steigenden Nachfrage nach Exascale-Systemen profitieren wird“, sagt Steve Conway, Senior Advisor bei Hyperion Research.

Das neue Blade verfügt über eine NVIDIA HGX-A100-Basisplatine mit vier NVIDIA A100-Prozessoren, die über NVIDIA NVLink-Technologie der dritten Generation verbunden sind. Hinzu kommen zwei AMD EPYC-CPUs und bis zu vier NVIDIA Mellanox InfiniBand-Ports, die über eine Dragonfly+-Konfiguration angeschlossen sind. Die NVIDIA Ampere-Architektur ist eine bahnbrechende technische Errungenschaft, die eine erhebliche Leistungssteigerung gegenüber der vorherigen Generation für KI-Training und Inferenz liefert. Der NVIDIA A100 Tensor Core-Grafikprozessor ist mit dem weltweit größten 7-Nanometer-Prozessor mit über 54 Milliarden Transistoren ausgestattet. Das Zusammenspiel dieser Technologien, kombiniert mit dem marktführenden NVIDIA-Ökosystem von über 700 GPU-beschleunigten HPC-Anwendungen und der Unterstützung von NGC (NVIDIA GPU-Accelerated Containers), ermöglicht es Forschern, mit containerisierter Software zu starten, die für die Entwicklung und den Einsatz von GPU-beschleunigten HPC- und KI-Projekten optimiert ist.

Der BullSequana X2415 ist ab dem 2. Quartal 2020 verfügbar.

*Im Vergleich zum bisherigen GPU-Blade von Atos

Details zum X2415

Blade mit 1U-Formfaktor und 1 Acceleration Node.

Direkte Flüssigkeitskühlung.

Pro Node:

1x CPU-Board mit

  • 2x AMD EPYC/Milan-CPUs
  • 16x DDR4 32GB @3200MTs (mindestens)

1x GPU-Board “HGX-A100” mit 4x NVIDIA A100-GPUs

2x Zusammengeschaltete Mezzanine-Boards (BXI oder HDR200)

Optional 1x M.2 SATA SSD mit bis zu 1,92 TB oder 1x M.2 NVMe SSD mit 960 GB

Über Atos

Atos ist ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation mit 110.000 Mitarbeitern in 73 Ländern und einem Jahresumsatz von 12 Milliarden Euro. Als europäischer Marktführer für Cloud, Cybersecurity und High Performance Computing bietet die Atos Gruppe ganzheitliche Lösungen für Orchestrated Hybrid Cloud, Big Data, Business-Anwendungen und Digital Workplace. Der Konzern ist der weltweite Informationstechnologie-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele und firmiert unter den Marken Atos, Atos|Syntel und Unify. Atos ist eine SE (Societas Europaea) und an der Pariser Börse als eine der 40 führenden französischen Aktiengesellschaften (CAC40) notiert.

Das Ziel von Atos ist es, die Zukunft der Informationstechnologie mitzugestalten. Fachwissen und Services von Atos fördern Wissensentwicklung, Bildung sowie Forschung in einer multikulturellen Welt und tragen zu wissenschaftlicher und technologischer Exzellenz bei. Weltweit ermöglicht die Atos Gruppe ihren Kunden und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft insgesamt, in einem sicheren Informationsraum nachhaltig zu leben, zu arbeiten und sich zu entwickeln.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atos.net

Atos Deutschland,
Stefan Pieper / Claudia Hering

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