Telekom und Ericsson stellen erste Network-Slicing-Management-Lösung vor

Düsseldorf (02.06.2023) –

Telekom und Ericsson haben eine spezielle Network-Slicing-Lösung für Unternehmen in einem Testlauf validiert. Diese integrierte Lösung kann entsprechende Network-Slices für Cloud-basierte Anwendungen von Unternehmen konfigurieren. Ein Network-Slice dient der sicheren Verbindung von öffentlichem Mobilfunk mit der Cloud eines Unternehmens. So können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden über ein sicheres und hochwertiges Network-Slice auf ihre Anwendungen zuzugreifen können. Die neue Lösung macht es den Unternehmen einfach: Denn sie ermöglicht eine automatisierte Konfiguration, Bereitstellung und Ende-zu-Ende-Orchestrierung der Network-Slices. Eine zusätzliche Konfiguration von Unternehmensgeräten durch die Mitarbeitenden ist dafür nicht notwendig. Voraussetzung für die neue Lösung war eine erfolgreiche Machbarkeitsstudie.

“In unserer Machbarkeitsstudie haben wir das Potenzial von 5G-Network-Slicing-Funktionen für Unternehmen belegt. Sie ermöglichen neue und flexible Dienste, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind”, sagt Kaniz Mahdi, SVP Technology Architecture & Innovation bei der Deutschen Telekom. “Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Innovation in überzeugende Lösungen umsetzen. Und damit die Digitalisierung unserer Unternehmenskunden unterstützen.”

Daniel Leimbach, Head of Customer Unit Western Europe bei Ericsson, sagt: “Mobilfunknetzbetreiber und Unternehmen weltweit versuchen die fortschrittlichen Funktionen von 5G in vollem Umfang zu nutzen. Network Slicing ist hierbei der Schlüssel zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen. Dieser Proof of Concept zeigt, dass die Möglichkeit für Unternehmen, Netz-Slices zu erstellen und auf ihre Anwendungen und Nutzerbedürfnisse zuzuschneiden, nicht länger Zukunftsmusik ist. Wir freuen uns darauf, diese großartige Partnerschaft mit der Deutschen Telekom fortzusetzen, um das 5G-Versprechen einzulösen.”

Mit einem Slice-Design-Tool kann flexibel gebucht, verwaltet und analysiert werden. Zu den erweiterten Funktionen der gehört außerdem die Konfiguration von Geräten auf App-Ebene per Mobile Device Management (MDM) und User Equipment Route Selection Policy (URSP). Darüber hinaus stellt das Business Support System (BSS) TM Forum APIs für die Integration in Verwaltungsschnittstellen von Drittanbietern zur Verfügung. Auf diese Weise können externe Verwaltungssysteme die Bestellung und Verwaltung von Network Slices übernehmen.

Die Machbarkeitsstudie wurde in einer 5G Standalone (SA) Testumgebung in einem Labor der Telekom umgesetzt. Ericsson lieferte das 5G-Kernnetz, das Funkzugangsnetz (RAN) und die Ende-zu-Ende-Orchestrierung einschließlich URSP. Die Deutsche Telekom stellte die Managementschnittstelle sowie die Business Support Systeme (BSS) bereit.

Network Slicing

Network Slicing ist ein zentrales architektonisches Merkmal von 5G Standalone (SA), mit dem mehrere virtuelle Netze auf einer einzigen physischen Netzinfrastruktur geschaffen werden können. Für jedes Slice können dann unterschiedliche Dienstmerkmale und Qualitätsparameter bereitgestellt werden, die an die Kundenbedürfnisse angepasst sind. Die Slices sind dabei vollständig voneinander isoliert. Diese technischen Voraussetzungen ermöglichen die Entwicklung von neuen, differenzierten Diensten und Geschäftsmodellen. Sie werden von der erstklassigen Konnektivität von 5G SA profitieren.

Über die Deutsche Telekom: https://www.telekom.com/konzernprofil

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die Geschäftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks für Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 106.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2022 erwirtschaftete Ericsson einen Umsatz von 271,5 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Ericsson hat über mehrere Jahrzehnte einen führenden Beitrag zum 3rd Generation Partnership Project (3GPP) und zur Entwicklung globaler Mobilfunkstandards geleistet, von denen sowohl die Verbraucher:innen als auch die Unternehmen weltweit profitieren. Ericssons Patentportfolio umfasst mehr als 60.000 erteilte Patente und wird durch unsere führende Position als 5G-Ausrüster sowie jährliche Investitionen von mehr als 4 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung gestärkt.

Ericsson ist an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 145 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. www.ericsson.com/5g

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.400 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

Ericsson GmbH,
Martin Ostermeier,
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